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DSCHUNGEL STUDIENWAHL
 

(366 Wörter)

- Dschungel Studienwahl -

Laut Hochschulrahmenkonferenz gab es Anfang 2008 ganze 12.317 Studienangebote an deutschen Hochschulen. Wird deshalb die Studienwahl immer schwieriger? Nein!

Bereits vor mehr als 2.000 Jahren meinte Cicero: „Die Berufswahl ist die schwierigste aller Entscheidungen“, und damit wird sofort klar, dass die Problematik der Studienwahl offenbar nichts mit der Anzahl der Studiengänge zu tun hat.

Der international anerkannte Berufswahlexperte Carl Schroebler geht sogar noch einen Schritt weiter: „Gerade durch die Vielzahl der Angebote wird nun hoffentlich jedem klar, dass man in das Studienverzeichnis zu aller letzt reinschaut.“ Er sollte es wissen, denn er hält jedes Jahr über 100 Vorträge zu diesem Thema, hat einen Bestseller darüber geschrieben und das erste Hörbuch zur Studienwahl heraus gebracht.
Schroebler ist der Ansicht, dass eine erfolgreiche Studienwahl immer bei uns selbst beginnt. Erst wenn wir wissen, wofür wir gern aufstehen würden wenn früh unser Wecker klingelt, suchen wir uns im Studienverzeichnis den Studiengang heraus, der unseren Wünschen am nächsten kommt. Also vom Bauchgefühl über den Kopf zur Entscheidung.

Dabei bezieht sich Schroebler auf so renommierte Denker wie Hume und Einstein. Letzterer sagte: „Der intuitive Geist ist ein göttliches Geschenk, der rationale Geist sein treuer Diener.“ Also zuerst soll der Bauch die Richtung zeigen und dann soll der Kopf herausfinden, wie man dieses Ziel erreicht.
Leider sieht die Realität ganz anders aus. Bei der Studienwahl „wird in Marktgängigkeit gedacht, zu Träumen erlauben sich nur wenige“ steht in der letzen Jugendstudie von Prof. Hurrelmann. Kein Wunder, dass bei diesem Ansatz jährlich 55.000 ihr Studium abbrechen, zirka 20.000 den Fachbereich wechseln und fünf Jahre nach abgeschlossenem Studium weitere 20% angeben, dass sie diesen Studiengang nicht mehr wählen würden, bei den Architekten sind es sogar 36%.

Schroebler hofft, dass sich durch das riesige Studienangebot endlich der Ansatz durchsetzt, dass ein Studium in erster Linie zu uns passen muss und das es völlig falsch ist, uns für ein Studium zu verbiegen, nur weil wir glauben, wir hätten damit bessere Berufsaussichten.
„Nur wer seine Interessen und Talente in sein Studium einbringen kann wird triumphieren und sich gleichzeitig die beste Grundlage für ein zufriedenes Privatleben schaffen,“ meint Schroebler und wird nicht müde immer wieder darauf hinzuweisen, dass eine erfolgreiche Studienwahl in unserem Bauch beginnt.




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